Freitag 23.08.2019

Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Kreuztal bei der Veranstaltung des Frauenforums

„Wir pfeifen auf das Sommerloch – wir pfeifen auf Gewalt“

v.l. Heike Siebel, Heike zur Nieden, Elfrun Bernshausen

Vernetzen – Stärken –Handeln

Hinter diesem „lockeren“ Titel verbirgt sich ein Anliegen, das kein Pause und kein Sommerloch kennt. Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen. Das Frauenforum Siegen-Wittgenstein mit seinen 19 Frauenorganisationen, zu denen seit diesem Sommer auch die ASF Kreuztal gehört, engagiert sich für ein selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt für Frauen und Mädchen. Erschreckend, dass Frauen und Mädchen auch bei uns immer noch Gewalt ausgesetzt sind – durch patriarchalische Strukturen in vielen Bereichen, in denen Männer sich im Recht glauben, Frauen und Töchtern notfalls auch mit körperlicher Gewalt, ihren Willen aufzuzwingen. Frauen können nach wie vor nicht angstfrei leben; sie werden zur Prostitution gezwungen, wenn sie in ihren Herkunftsländern keinen Einkommen haben, das ihren Lebensunterhalt sichert, viele sind gezwungen, Arbeiten anzunehmen, die ihre Würde und Gesundheit ruinieren.

Für die ASF ist es wichtig, dass Menschenwürde und Menschrechte nicht teilbar sind. Wir brauchen klare Zeichen gegen Gewalt und für Opferschutz! Wir treten ein für gerechte Entlohnung, auskömmliche Renten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Nach interessanten Gesprächen, einem leckeren Buffet der Soroptimistinnen, dessen Erlös für den Verein „Frauen helfen Frauen e. V.“ in Siegen bestimmt ist und der Begrüßung durch die Initiatorinnen der Veranstaltung wurde der Film „Nur eine Frau gezeigt“.

In „Nur eine Frau“ erzählt Aynur ihre Geschichte. Es ist die Geschichte einer selbstbewussten jungen Frau, die das Leben liebt und die genau weiß, wie sie es leben möchte. Die der Gewalt in ihrer Ehe entflieht und sich auch von ihren Brüdern und Eltern nicht vorschreiben lässt, was sie zu tun hat. Ein beeindruckender Film, keine Fiktion, sondern er erinnert an das Schicksal der jungen Berlinerin Hatun Sürücü, die in einem sogenannten „Ehrenmord“ von einem ihrer Brüder erschossen wurde – beim dem Versuch Ihr Leben zu leben.